zurück zum Thailand-Inhaltsverzeichnis |
zurück zur Globetrotter-Startseite |
|
Bangkok lässt sich nur schwer mit wenigen Worten beschreiben. Die thailändische Hauptstadt ist geprägt von Kontrasten und sorgt bei jenen, die das erste Mal in den Großstadt-Moloch eintauchen, für ein Wechselbad der Eindrücke. Tradition und Moderne, Harmonie und Chaos, Armut und Wohlstand liegen hier dicht beinander. Da tummeln sich halbnackte Kinder in der braune Brühe der von windschiefen Bretterbuden gesäumten Khlongs und da flanieren adrett gekleidete Männer und Frauen in blitzenden Shoppingzentren. Gelassen und mit stoischer Ruhe lenkt Prayoon Boon Aem das Taxi vom mehrspurigen Expressway hinunter und mitten hinein ins Getümmel. Geduldig reiht er sich in die Stop-and-Go-Schlange ein, drückt gelegentlich scheinbar grundlos auf die Hupe. »Rush-Hour« sagt der knapp 60-Jährige schulterzuckend. Auf Bangkoks Straßen herrscht fast immer dichter Verkehr. Lkw, Pkw, Busse, Pickups, Mopeds, Tuk-Tuks, Taxen und mobile Garküchen teilen sich auf wundersame Weise ohne nennenswertes Gerangel die Fahrspuren. Entsprechend laut und stinkig ist es in den Straßen der Stadt, von der es heißt, sie stehe kurz vor dem Verkehrsinfarkt. Wer eine der Hauptverkehrsachsen zu Fuß überqueren möchte, sollte dies an den Ampeln oder Fußgängerbrücken tun. Alles andere ließe sich als Abenteuer bezeichnen. Zumeist sind es die Touristen, die sich in Bangkok zu Fuß auf den Weg machen. Thais gelten als »fußfaul«. Sie legen selbst kürzeste Wege mindestens mit dem Moped zurück. Wenngleich es bequemere und angenehmere Arten der Fortbewegung innerhalb Bangkoks gibt, sollte sich der Besucher dennoch nicht davon abhalten lassen, ein oder zwei Blocks entlang zu bummeln, einzutauchen in dieses pulsierende Gewusel, das den Pulsschlag der Metropole ausmacht. Es macht Spaß, sich einfach treiben zu lassen: vorbei an hunderten Straßenständen mit echt nachgemachten Markenprodukten, vielleicht in eine etwas ruhigere Seitenstraße, in der sich die Abgase mit dem Duft von frisch gegrillten Fleischspießchen einer von mehr als 40.000 mobilen Gar- und Suppenküchen in Bangkok mischen.
Tuk-Tuk: Abenteuer auf drei Rädern![]() Natürlich gibt es weitaus angenehmere Arten, in Bangkok von A nach B zu kommen – zum Beispiel mit einem klimatisierten Taxi wie dem von Prayoon Boon Aem. Oder mit den mehr oder weniger klapprigen, rußenden Linienbussen. Nicht versäumen sollte der Bangkok-Besucher eine Fahrt mit dem Tuk-Tuk – ein aufregendes Abenteuer, das indes nur Menschen mit guten Nerven zu empfehlen ist. Die dreirädrigen überdachten Roller mit Sitzbank hinter dem Fahrer sind nicht wirklich bequem und man bekommt alle Seiten des chaotischen Verkehrs quasi hautnah mit. Zielsicher schlängeln die Tuk-Tuk-Fahrer ihre knatternden Gefährte zwischen Bussen und Pkw hindurch, flitzen hupend und offenbar jegliche Verkehrsregeln missachtend über mehrere Fahrspuren hinweg und legen sich gewagt in die Kurven. Bevor man sich auf der Plastikbank niederlässt, und nach festem Halt sucht, sollte jedoch Fahrtziel und -preis unbedingt mit dem Fahrer ausgehandelt werden. Hat man ein bestimmtes Ziel, so lässt man sich das am besten in Thai-Schrift auf einen Zettel schreiben, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.
Über und unter dem VerkehrstrubelSeit August 2004 verfügt Bangkok über die »Blue Line«, eine nagelneue U-Bahn mit Namen Mass Rapid Transit System. Die MRT Chaloem Ratchamongkhon Line erstreckt sich über 20 Kilometer durch die Metropole und ist Thailands erstr U-Bahn. Eine weitere moderne Art der Fortbewegung in Bangkok ist der Skytrain (Foto: Thailändisches Fremdenverkehrsamt), der angesichts des stetig wachsenden Verkehrs vor einigen Jahren in Betrieb genommen wurde. Dieser höchst moderne »Rot-fay fay-fa-loy« ist ein schwebender Elektrozug. Die Hochbahn surrt auf zwei Linien über das hektische Treiben am Boden hinweg. Kaum haben sich die elektrischen Türen geschlossen, bleiben Großstadtlärm und Abgase draußen. An der Station Siam Central ist der Schnittpunkt der zwei Linien.
Feilschen ist Pflicht
Wer hier aussteigt, befindet sich inmitten des glitzernden Geschäftsviertels der Stadt. Schräg gegenüber der Station liegt etwa das World Trade Centre Bangkoks, ein riesiger Shopping-Komplex im Shop-in-Shop-Stil. Die modernen Konsumtempel konzentrieren sich vor allem in der unteren Sukhumvit-, der Ploenchit- und der Silom Road. Bieten die Straßenhändler Bangkoks neben allerlei Schnickschnack und Souvenirs billige Plagiate an – um den Preis zu feilschen, ist hier Pflicht–, so bekommt man in den Einkaufszentren Markenprodukte aller Art zu günstigen Preisen – auch ohne zu handeln.
Glitzerwelt und GeisterhäuschenEin Beispiel für die vielen Kontraste Bangkoks sind die kleinen Oasen der Stille inmitten des Großstadttrubels. An der Ecke Sukhumvit Road / Phaya Thai Road, nahe der Siam Central-Station des Skytrains, befindet sich zum Beispiel der Erawan-Schrein, in dem Geschäftsleute, Passanten und Touristen gleichermaßen in ihrer Geschäftigkeit innehalten können. Blumenkränze und Räucherstäbchen, die von den Gläubigen als Opfergaben abgelegt werden, werden direkt vor dem Tempelgelände für wenige Baht verkauft. Und gelegentlich treten junge Thai-Mädchen in wunderschönen klassischen Kostümen zum Lakhon-Tanz an. Überhaupt spielt der Glaube auch im geschäftigen Bangkok eine wichtige Rolle. Selbst der modernste Wolkenkratzer verfügt über ein mehr oder weniger eindrucksvolles Geisterhäuschen und sogar in den »sündigen« Vierteln Bangkoks finden sich kleine Schreine neben Bars, an denen der Seelen der Ahnen mit Blumen und Räucherstäbchen gedacht oder um Glück und Wohlstand gebeten wird.
Pralles Leben und schöner ScheinEines der Viertel, in denen eine Bar an der nächsten liegt und wo das Sex-Geschäft blüht, ist die Sukhumvit Road. Tagsüber herrscht hier beinahe so etwas wie »normales« Leben, aber am späten Nachmittag bereits öffnen die Etablissements ihre Türen. Dann machen sich die jungen Frauen für ihre abendlichen Oben-ohne-Auftritte fertig, andere treten zum Dienst als zuvorkommende Kellnerinnen in den Bierbars an. Letztere sollen die zumeist männlichen Gäste zum Verzehr animieren und natürlich unterhalten – nicht aufdringlich sondern vielmehr liebenswert und sympathisch. Hier bleibt keiner lange allein, doch auch wer nicht auf sexuelle Abenteuer aus ist, kann hier einen netten Abend in Gesellschaft eines hübschen Mädels verbringen. Nicht selten aber trügt der schöne Schein, denn auch viele Transvestiten buhlen um die Gunst zahlungskräftiger »Farangs«.Für alle Fälle finden sich im Sukhumvit-Viertel eine Vielzahl an Apotheken, in denen unter anderem auch kleine blaue stimulierende Pillen verkauft werden. Und wen danach das Gewissen plagt, der kann gleich nebenan einen Aids-Schnelltest machen. Ob der allerdings sehr aussagekräftig ist, darf bezweifelt werden. Keinesfalls vergessen sollte man, dass die Prostitution für viele Frauen den notwendigen Lebensunterhalt sichert – und meist auch den der ganzen Familie. Überhaupt wird man in Bangkok auch mit Armut konfrontiert, wenn man die Augen aufmacht. Mal ist es der Bettler, der sich auf dem Gehweg hockend ein paar Baht von den »reichen« Touristen erhofft, mal der arbeitslose Landarbeiter, der mit dem Elefanten am Abend durch die belebten Straßen zieht, um das Futter für den Dickhäuter zu verdienen, mal das Kind, das sich mit Schuheputzen durchschlägt.
»Mutter der Wasser«Bangkok hat sich aus dem einstigen Fischerort Ban-Makok an den Ufern des Chao Phraya Flusses zu einer nahezu unüberschaubaren Großstadt entwickelt. Die Menschen siedelten an den Windungen des Flusses, dessen Name soviel wie »Mutter der Wasser« bedeutet, und errichteten entlang unzähliger Kanäle, Khlongs genannt, einfache Holzhäuser auf Stelzen. Den Hauptarm des Chao Phraya Flusses, der wenige Kilometer weiter in den Golf von Siam mündet, säumen heute etliche Hochhäuser, Hotels und schwimmende Restaurants. Damals wie heute sind Fluss und Kanäle ein wichtiges Netz aus Transport- und Verkehrswegen. Allerdings wurden längst viele Khlongs verfüllt, um der Malaria Herr zu werden, und um dem Straßenverkehr mehr Raum zu geben. Mit fatalen Folgen, denn regelmäßig in der Monsunzeit sucht sich das Wasser an gewohnter stelle seinen Weg.
Exotisches ElendEntlang der verbliebenen Khlongs (Foto: Thailändisches Fremdenverkehrsamt) leben heute jene, die sich keines der schicken Appartements in den Wolken kratzenden Hochhäusern leisten können. Für Touristen ist eine Bootsfahrt an den schlichten Stelzenbuden vorbei ein exotisches Erlebnis und die Thai-Kinder, die sich im dreckig-braunen Wasser tummeln, werden wohl täglich aufs neue zu ungefragten Foto-Models. Mit dem gerne gerümten »Venedig des Ostens« hat dies indes nicht viel gemein. Und welcher Tourist mag sich schon Gedanken über Armut, soziales Leid oder Kinderarbeit Gedanken machen? Oder darüber, dass Bangkok jedes Jahr bis zu zehn Zentimeter im Schwemmland, auf dem es erbaut ist, versinkt. Und in das größte Elendsviertel der Metropole, Khlong Toey nahe des Hafens, wo die Menschen unter Autobahnbrücken, zwischen Eisenbahnschienen und neben stinkenden Kloaken leben, verirrt man sich wohl auch eher nicht. Bangkok ist eben eine Stadt der Gegensätze.
Entdeckungen am FlussDie »Mutter der Wasser« lässt sich am besten per Boot erkunden. Zwischen den Ufern verkehren die Fähren des Express Boat Service Bangkok. Mit ihnen lassen sich allerlei Entdeckungen am Fluss machen. Von den Piers Tha Chang und Tha Phra Chan aus erreicht man zum Beispiel den Tempel der Morgenröte (Wat Arun) und den Grand Palace (Königspalast / Wat Phra Kaeo), zwei der bekanntesten der insgesamt rund 400 Tempelanlagen der Stadt. Auch das Nationalmuseum für Königliche Barken am Khlong Bangkok Noi, der vom Chao Phraya Fluss abzweigt, ist per Boot zu erreichen.
(Wächterfigur im Königspalast: Foto Thailändisches Fremdenverkehrsamt)
Horrorkabinett im HospitalHartgesottenen Bangkok-Besuchern sei eine Stippvisite im renommierten Siriraj-Krankenhaus nahe der Phra Pink Lao-Brücke empfohlen. Dort sind eine ganze Reihe interessanter Museen untergebracht. Einem kleinen Horrorkabinett gleicht etwa das forensiche Museum, sehenswert sind aber auch das Museum der Kriminologie, das Museum der Anatomie und das Museum für Parasitologie. Berümtestes Exponat ist der einbalsamierte Körper von Si Oui, einem Serienmörder, der in den 50-er Jahren sieben Kinder tötete. Er hatte die grausige Angewohnheit, die Leber seiner Opfer zu essen. Ausgestellt werden außerdem die Körper weiterer Krimineller sowie die konservierten Leichen von Selbstmördern und Unfallopfern, des weiteren Organe missgebildeter Menschen. Die Museen des Siriraj-Hospitals sind täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet.
Literatur-TippsFolgende Literatur sei zur intensiveren Lektüre empfohlen (Auswahl): »Thailand« Du Mont Visuell, Du Mont Buchverlag Köln »Thailand und Burma – Tempelanlagen und Königsstädte zwischen Mekong und Indischem Ozean« von Johanna Dittmar, DuMont Buchverlag Köln »Thailand« von Helmut Markmann, S & B-Reiseführer, Scheuble & Baumgartner Verlag für Reiseliteratur Stühlingen »Thailand« Berlitz Reiseführer, Berlitz Verlag Lausanne, Schweiz »Thailand« von Thomas Barkemeier, Merian live-Reiseführer, Gräfe und Unzer Verlag, München |
Sightseeing(Quelle: Infobroschüren des Thailändischen Fremdenverkehrsamtes und eigene Recherche)![]() Obwohl Bangkok boomt, hat sich die Millionenstadt ihr faszinierendes Flair und ihren traditionellen Charme bewahrt. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen hauptsächlich die Tempelanlagen. Immerhin zählt die thailändische Hauptstadt mehr als 400 buddhistische Tempel. Die wichtigsten liegen im Rattanakosin Gebiet im westlichen Teil der Stadt. Am bekanntesten ist der Grand Palace (Königspalast / Wat Phra Kaeo). Ihm ist eine eigene Globetrotter-Seite gewidmet. Die weiteren Sehenswürdigkeiten Bangkoks werden im Folgenden kurz vorgestellt.
Wat MahathatUnter dem Namen Temple of the GreatRelic, Tempel der bedeutenden Reliquie, ist der Wat Mahathat bekannt. Die Tempelanlage liegt auf der dem Wat Phra Kaeo gegenüberliegenden Straßenseite auf der Westseite von Sanam Luang. Hier ist das nationale Zentrum der Mahanikai Mönche. Die Anlage beherbergt seit 1986 eine der beiden buddhistischen Universitäten Bangkoks. Das heutige Kloster entstand unter Rama I. und wurde nach einem Brand 1803 restauriert. Geöffnet ist täglich von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Wat PhoGrößter Tempel Bangkoks ist der Wat Pho, auch Tempel des ruhenden Buddha genannt. 1688 wurde er in der Nachbarschaft des Grand Palace Bezirks erbaut. Bekannt ist der Wat Pho durch den mächtigen, liegenden Buddha (Foto: Thailändisches Fremdenverkehrsamt), der den Eingang des Erleuchteten ins Nirwana symbolisiert. 46 Meter lang und 15 Meter hoch ist diese mit Gold überzogene Buddha-Figur, und seine Augen und Füße sind mit Perlmutt ausgelegt. Zudem beherbergt die Tempelanlage 689 Statuen aus den Ruinen Ayutthayas, der ehemaligen Königsstadt (von 1350 bis 1767 Hauptstadt des siamesischen Königreiches). Unweit des Gebäudes, in dem sich der liegende Buddha befindet, steht ein imposanter alter Bodhi-Baum, daneben grenzt die Chedi der Vier Könige an. Die vier mit Porzellanfliesen geschmückten Chedi in dem kleinen Hof sind den Chakri-Königen Rama I., Rama II., Rama III. und Rama IV. gewidmet.
Traditionelle Thai MassageBekannt ist der Wat Pho aber auch, weil hier Thailands bekannteste Massageschule untergebracht ist. Thais wie Touristen können sich hier in der traditionellen Thai Massage unterweisen lassen. Die therapeutische und beruhigende Art der traditionellen Thai Massage (Foto: Thailändisches Fremdenverkehrsamt)soll etwa 2500 Jahre alt sein und von brahmanischen asketischen Einsiedlern stammen, die den durch sehr lange Phasen der Meditation hervorgerufenen Stress linderten, indem sie bestimmte Haltungen einnahmen. Wandmalereien in den Gebäuden, die die Chedi der Vier Könige umgeben, zeigen Techniken der traditionellen Thai Massage. Schüler der Massageschule im Wat Pho sprechen gerne die Tempelbesucher an, um mit ihnen Massage-Termine zu vereinbaren. Ist man sich über den Preis einig, kommen die zumeist jungen Leute zum vereinbarten Zeitpunkt in die Unterkunft. Geöffnet ist der Wat Pho täglich von 8 bis 17 Uhr.
Wat Traimit
Eine außergewöhnliche 700 Jahre alte Buddha-Statue beherbergt der Wat Traimit, auch Tempel des goldenen Buddha genannt, am Ende der Yaopwarat Road in Chinatown gelegen. Die sitzende Figur besteht aus fünfeinhalb Tonnen (!) puren Goldes. Bis 1955 blieb dieser Schatz unentdeckt, denn die Figur war von Gips ummantelt. Erst als ein Teil derHülle zebrach, trat die wertvolle Gold-Statue zutage. Heute ist sie ein bedeutendes und heiliges Abbild Buddhas von einzigartiger und beeindruckender Schönheit. Der Wat Traimit ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Wat ArunTempel der Morgenröte wird der Wat Arun auf der dem Grand Palace gegenüberliegenden Seite des Chao Phraya Flusses (Thonburi) genannt. Sein markanter, mit Porzellanstücken und Keramikkacheln gefliester Phra Prang, die massive zentrale Pagode, erhebt sich weithin sichtbar 74 Meter hoch über der »Mutter der Wasser«. Vier kleinere Prang zieren die Ecken der Tempelanlage. Der Tempel wurde im Khmer-Stil errichtet und beherbergte den Smaragd-Buddha, bevor dieser in den Wat Phra Kaeo gebracht wurde. Unbedingt sollte der Besucher zur Plattform in der Mitte des Phra Prang hinauf steigen, denn von hier bietet sich ein toller Ausblick auf Fluss und Stadt. Die stimmungsvollsten Fotos vom Wat Arun bekommt man in den Abendstunden, wenn sich die Tempelanlage im Gegenlicht spektakulär vom Sonnenuntergangshimmel abhebt. Wat Arun ist von 8.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.
Wat BenchamabophitSeine architektonische Pracht und bemerkenswerte thailändische Handwerkskunst zeichnen den Wat Benchamabophit, den Marmortempel (Foto: Thailändisches Fremdenverkehrsamt), aus. Er steht an der Si Ayutthya Road nahe der Kreuzung mit der Rama V. Road und wurde um die Jahrhundertwende während der Herrschaftszeit von König Chulalongkorn (1868 - 1910) erbaut. Seine Proportionen sind von klassischer Schönheit. Europäische Einflüsse zeigen sich in den Fenstern aus farbigem Glas und in der Verwendung von Carrara Marmor. Der Tempel beherbergt eine Klostersammlung bronzener Buddha-Bildnisse.
Wat Suthat / RiesenschaukelZu den sehenswerten Tempeln Bangkoks zählt auch der Wat Suthat an der Bamrung Mueang Road. Mit seinem etwa 40 Hektar großen Gelände ist er einer der größten Tempel der Stadt. Erbaut wurde er im frühen 19. Jahrhundert. Vier kleine Kapellen stehen in jeder seiner Ecken. Die Predigthalle (Vihara) enthält neben mythologischen Schnitzereien an den Teakholztüren auch eine Kollektion vergoldeter Buddha-Statuen, darunter die acht Meter hohe und auf einem 6,25 Meter großen Fundament ruhende Phra Sisakayamuni – die größte aus Bronze gegossene Figur Thailands. An den Wänden und auf den Pfeilern im Innenraum stellen außergewöhnliche Malereien Szenen aus dem früheren Leben Buddhas dar. Statuen mit dem Aussehen westlicher Seeleute und Soldaten bewachen die Tür der den Bot umgebenden Mauer. Sie sollten einst die außerhalb des Hauses lauernden bösen Geister vertreiben. Der Wat Suthat ist täglich von 8.30 bis 20.30 Uhr geöffnet.Außerhalb des Haupttempels fällt eine ungewöhnliche, 200 Jahre alte, leuchtend rote Konstruktion ins Auge. Die Riesenschaukel wurde früher bei brahmanischen Zeremonien zu Ehren des Gottes Shiva genutzt. Sie diente zudem für einen Wettbewerb, bei dem mutige Männer versuchten, möglichst hoch schaukelnd einen an einem 25 Meter hohen Masten befestigten Geldbeutel zu schnappen. Inzwischen ist der Wettstreit wegen Unfällen und Todesfällen abgeschafft worden. Die zur Großen Schaukel führende Bamrung Muang Road ist übrigens gesäumt von zahlreichen kleinen Läden, in denen allerlei buddhistische Devotionalien verkauft werden.
Wat Saket / Goldener HügelAn einer Kreuzung dreier Khlongs liegt der künstlich aufgeschüttete Goldene Hügel, der bis zum Bau der ersten Wolkenkratzer Bangkoks höchste Erhebung war. Obenauf erhebt sich ein vergoldeter, 79 Meter hoher fotogener Chedi, der eine bedeutende Reliquie Buddhas enthält. 318 Stufen führen über eine Spiraltreppe hinauf zur vollständig mit kleinen goldenen Quadraten bedeckten Kuppel. Sandelholz- und Weihrauchduft erfüllt das stille Innere der Kuppel. Von der quadratischen Einfriedung des Chedi aus bieten sich schöne Ausblicke etwa auf das Rattanakosin-Gebiet mit dem Grand Palace. Beiderseits der Stufen befinden sich Schreine Verstorbener. Der eigentliche Wat Saket liegt zu Füßen des Goldenen Hügels. Der Tempel wurde von Rama I. errichtet und gilt als ältester Bangkoks. Sehenswert sind hier alte Fresken im Umgang sowie ein Heiligtum mit schönen Holztüren sowie die vergoldeten Täfelungen mit chinesischen Motiven der Bibliothek, die inmitten eines Teiches auf Pfeilern steht.
Wat RatchanatdaramDer Wat Ratchanatdaram zählt zu den ungewöhnlichsten Tempeln der thailändischen Hauptstadt. Er liegt hinter dem König Rama III. Memorial Palast an der Ratchadamnoen Avenue. Auf drei Stockwerken erheben sich mehrere kleine Pavillons. Augenfälligstes Bauwerk des Tempels ist der pyramidenförmige rosafarbene Loha Prasat (Prasat mit Metallturm), der von einem Turm aus Sri Lanka inspiriert wurde. Mit dem Bau begonnen wurde während der Regierungszeit Ramas III., fertiggestellt wurde der Tempel aber erst vor kurzer Zeit vom Department der Schönen Künste. Außerhalb des Wat befindet sich der Willkommenspavillon, Maha Chetsadabodin, in dem wichtige ausländische Staatsoberhäupter begrüßt werden. Gegenüber des Tempels steht ein restaurierter Wachturm, der einst Teil der alten Stadtmauer um Rattanakosin war.
Erawan-Schrein![]() Die Errichtung des Erawan-Schreins an einer der Hauptkreuzungen Bangkoks, nahe der Siam Central Station, geht zurück auf mehrere mysteriöse Unfälle, die die Bauarbeiten für das Erawan Hotel in den 50-er Jahren überschatteten. 1956 errichtete die Baufirma den Schrein mit einem Bildnis Brahmas, um die umherirrenden Geister zu besänftigen, und prompt endeten die Zwischenfälle. Dies ist eines der Beispiele, wie eng in der modernen Metropole Bangkok Tradition und Fortschritt beinander liegen und wie tief verwurzelt die Thais in ihrem Glauben an Geister sind. Das seinerzeit erbaute Erawan Hotel ist inzwischen einem hypermodernen Grand Hyatt Hotel gewichen, das wohl nicht von ungefähr von weitem mit seinen Markanten weißen Säulen und den begrünten Terrassen wie ein überdimensionales Geisterhäuschen wirkt. Der Erawan-Schrein indes erfreut sich vor allem bei den Thais großer Beliebtheit. Hier wird inmitten der hektischen Großstadt um Glück und Wohlstand gebeten. Die Abgase vermischen sich hier mit dem Duft von Lotos- oder Orchideenblüten sowie von Räucherstäbchen. Und gelegentlich kommen die Besucher des Schreins in den Genuss eines Lakhon-Tanzes, dann nämlich, wenn Thais die Tänzerinnen engagieren, um durch deren Darbietung ihren Wunsch zu untermauern oder aber um Dankbarkeit auszudrücken. Die Anzahl der Tänzerinnen und die Dauer der Darbietung richtet sich nach der Großzügigkeit der Schenkung.
Vimanmek Palast /
Vollständig aus Teakholz wurde 1901 der Vimanmek Palast im Auftrag Rama V. als königliche Residenz gebaut. Der dreistöckige Bau, der als erste siamesische Residenz Elektrizität erhielt, verfügt über 81 Räume, Säle und Vorräume. Anlässlich der 200-Jahr-Feier Bangkoks wurde das Gebäude mit dem schönen Beinamen »Himmlische Residenz« hinter der Nationalversammlung auf Veranlassung Ihrer Majestät Königin Sirikit umfassend restauriert und mit unbezahlbaren Schätzen und Sammlungen königlicher Memorabilien aus dem sp&aum;ten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ausgestattet. Zu sehen sind auch Möbel aus der Entstehungszeit des Palastes sowie die erste thailändische Dusche. |
| nach oben |
zurück zum Thailand-Inhaltsverzeichnis |
zurück zur Globetrotter-Startseite |
